3.4 Netzplantechnik

NPT

Laut DIN 69900 umfasst die Netzplantechnik „alle Verfahren zur Analyse, Beschreibung, Planung, Steuerung, Überwachung von Abläufen auf der Grundlage der Graphentheorie, wobei Zeit, Kosten, Einsatzmittel und weitere Einflussgrößen berücksichtigt werden können. Mit der Einführung des PCs erlebte die Netzplantechnik eine Renaissance und wird heute auch für kleinere Projekte eingesetzt. Heutige Softwarepakete unterstützen neben den Funktionen zur Ablauf-, Termin-, Ressourcen- und Kostenplanung auch die Projektsteuerung sowie die Teamkommunikation. Abhängig vom Funktionsumfang gibt es auf dem Markt Programme von wenigen Hundert € bis hin zu 50.000 €. 

Vorteile der NP-Technik

  • Das Erarbeiten des Netzplanes zwingt alle Projektbeteiligten zum logischen Durchdenken des Projektverlaufs.
    Komplizierte Abhängigkeiten der Abläufe werden übersichtlich dargestellt.
  • Zeitkritische Vorgänge und drohende Terminverschiebungen werden erkannt. „Dominoeffekte“ können so verhindert werden.
  • Die Zeitplanung lässt sich durch die Einbeziehung der Einsatzmittel und der Kosten erweitern.
  • Ein Netzplan ist bei der Projektsteuerung in der Durchführungsphase sehr hilfreich.

Es gibt zwei Haupttypen von Netzplänen. Im Vorgangsknotennetzplan (VKN) werden die Vorgänge als Knoten („Kasten“) und die Anordnungsbeziehungen als Pfeile dargestellt. (in MS-Project: PERT Project Evaluation and Review Technique). Der Vorgangspfeil-Netzplan ist in der Praxis wenig gebräuchlich.
 

 VorgangspfeiltechnikVorgangsknotentechnik
Der Knoten symbolisiertein Abhängigkeiteinen Vorgang
Ein Pfeil symbolisierteinen Vorgangeine Abhängigkeit

Beispiel für ein Vorgangsknotennetzwerk


Beispiel für ein Vorgangspfeilnetz